Fisch zur christlichen Weihnacht

Schon in der Bibel gibt es viele Bezüge zum Fisch. Man denke nur an die beiden Apostel Petrus und seinen Bruder Andreas, die beide Fischer waren, den wunderbaren Fischzug von Jesus am See von Galiläa oder die Speisung der 5.000, bei der Jesus am See Genezareth Brot und Fische vermehrte, um die Hungrigen zu speisen. Und als sich zur Zeit der Christenverfolgungen im alten Rom die Anhänger der damals noch jungen christlichen Religion verstecken mussten, nutzten sie als ihr geheimes Erkennungszeichen einen Fisch (griechisch Ichtys), der als Abkürzung für „Jesus Christus, Gottes Sohn (und) Erlöser“ stand. So verwundert es dann auch nicht, dass Fisch als Lebensmittel eine wichtige Rolle an christlichen Festen und Feiertagen spielt wie etwa dem Karfreitag, an dem kein Fleisch gegessen werden soll, oder dem Aschermittwoch, der den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit einläutet und an dem in vielen katholischen Gegenden traditionell Fisch gegessen wird.

 

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?

Und Fisch spielt natürlich auch zum wichtigsten christlichen Fest eine besondere Rolle. Am bekanntesten ist vielleicht der Weihnachtskarpfen, der in mittel- und vor allem in osteuropäischen Ländern als Mittelpunkt des Weihnachtsessens immer noch weit verbreitet ist; ebenso wie in vielen deutschen Gegenden wie etwa Franken, Sachsen oder dem Erzgebirge. Ein polnisches oder tschechisches Weihnachtsessen ohne Karpfen ist auch heute noch nahezu undenkbar. Zu Weihnachten gehört auch der Brauch, vom Karpfen eine Schuppe aufzubewahren und in sein Portemonnaie zu legen, was für Geldsegen im kommenden Jahr sorgen soll.

Heute hat in Deutschland häufig der Räucherlachs traditionelle Fischgerichte, wie etwa den Heringssalat zu Weihnachten abgelöst, der früher zum Heiligabend auf den Tisch kam, meist in einer winterlichen Version mit Nüssen und roter Beete.

Auch bei unseren Nachbarn, den Franzosen, ist Weihnachten ohne Fisch schwer vorstellbar. Hier sind es vor allem edle Meeresfrüchte wie Austern und Hummer, die zum Auftakt des Weihnachtsessens zum Champagner gereicht werden. Und am westlichen Zipfel Europas, in Portugal, wird traditionell zu Weihnachten ein Gericht mit Bacalao serviert, das ist eingesalzener und getrockneter Kabeljau, auch als Stockfisch bekannt.

Bei all der christlichen Tradition sollte aber auch ein wesentlicher Vorteil von Fisch zu Weihnachten nicht unerwähnt bleiben: Im Gegensatz zu Gans, Wild und Weihnachtsbraten ist Fisch meistens wesentlich bekömmlicher und leichter, was sich in Anbetracht der Vielzahl der zum Jahresende anstehenden Anlässe spätestens auch zum Anfang des neuen Jahres auf der Waage bemerkbar macht.

 

Fisch aus zertifizierter Aquakultur

Ob es nun der Räucherlachs oder die leckeren Garnelen als festliche Vorspeise, der Weihnachtskarpfen als traditioneller Hauptgang oder eine schnell gebratene schöne Forelle ist; besonders viele von den an den Feiertagen gekauften Fischen und Meeresfrüchten stammen aus zertifizierter Aquakultur.

Fisch aus zertifizierter Aquakultur hat auch bei einer sehr starken Nachfrage immer eine gute Verfügbarkeit. Während die Fischerei auf Seelachs, Kabeljau, Rotbarsch und Co. häufig durch schlechtes Wetter im Winter und lange Anreisen in die Fanggebiete behindert wird, stellen die an Land oder im Meer meist in Küstennähe anzufindenden zertifizierten Aquakulturfarmen ihren Kunden das Produkt in der gewünschten Menge „à la Minute“ zur Verfügung. So ist Fisch aus zertifizierter Aquakultur meist noch ein wenig frischer ist als wildgefangener Fisch. Und da viele Menschen nicht nur am Heiligabend, sondern auch an den beiden Weihnachtsfeiertagen für Ihre Lieben kochen und die Zutaten dafür bereits ein paar Tage früher einkaufen müssen, spielt die Frische und damit der Fisch aus zertifizierter Aquakultur eine besonders wichtige Rolle.