Magazin - Aktuelle Artikel << zurück

Warum zertifizierte Aquakultur den Schutz von Mangrovenwäldern fördert

Die Mangrove kommt in tropischen und subtropischen Regionen in der ganzen Welt vor. Sie wächst in Küstengebieten und bietet aufgrund der einzigartigen Struktur ihrer Wurzeln und Zweige einer Vielzahl an unterschiedlichen Wassertieren, Vögeln und Säugetieren einen Lebensraum. Im Hinblick auf das Ökosystem üben Mangrovenwälder (zusammen mit tropischen Regenwäldern) eine wichtige Funktion im Kampf gegen den Klimawandel aus, indem sie der Atmosphäre überschüssigen Kohlenstoff entziehen. Traditionsgemäß war die Biodiversität der in Mangrovenwäldern lebenden Tiere auch eine Nahrungsmittelquelle für den Menschen, und das Holz der Mangroven wurde zum Kochen und zum Bau von Hütten verwendet.

Doch in den letzten Jahrzehnten geriet der positive Beitrag der Mangrovenwälder für die Natur und den Menschen in Gefahr. Schätzungen zufolge gingen zwischen 1980 und 2005 über 3 Millionen Hektar Mangrovenwald verloren.[1] Diese Landfläche entspricht der gesamten Fläche Belgiens. Aus einer aktuellen Studie von ‚Global Mangrove Watch‘ geht hervor, dass Aquakultur der Hauptgrund für die Zerstörung von Mangrovenbeständen war. Die Daten der Studie beziehen sich auf den Zeitraum von 1996 bis 2010.

GGN Zertifizierte Aquakultur erkennt die wichtige Rolle von Mangroven an und fördert den Schutz sowie die Wiederaufforstung der Mangrovenwälder. Die Standards für GLOBALG.A.P. zertifizierte Aquakultur sind in der Tat so streng, dass Aquakulturfarmen, die zwischen der 1999er Fassung der Ramsar-Konvention und dem Jahr 2008 errichtet wurden und sich in Mangrovenschutzgebieten befinden, wieder abgebaut werden müssen; das Land muss anschließend wiederhergestellt werden. Des Weiteren müssen nach 2008 errichtete Farmen nachweisen, dass sie sich nicht in Mangrovenschutzgebieten befinden.

Mehr über die Ramsar-Konvention erfahren Sie hier: www.ramsar.org

 

[1] http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0179302#pone.0179302.ref003